|
| |

-
Es
gibt dich noch
|



|
-
Du sagst, du kannst nicht mehr zurück ?
Musst du wirklich immer
weiter, geht es dir nicht schon gut genug ? Hast du nicht schon viel zu
viel, um wirklich glücklich zu sein ?
-
-
Du
wolltest immer mehr, dir und deinen Nächsten sollte es mal besser gehen.
Jetzt geht es dir besser und du fühlst dich schlecht. Deine letzte Freude
liegt im Weitermachen, du kannst nicht anders, und doch spürst du, dass tief in dir etwas nicht mehr will. Deine Sklaventreiber Höher, Weiter und
Besser begraben deine Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung und Liebe.
-
-
Unter
Menschen fühlst du dich verlassen, niemand kann dich sehen. Dein Lachen ist
Programm, deine Ehrlichkeit längst verkauft. Du hast gelernt, mit einem
Lustspiel zu begeistern, wo innerlich nur noch Trostlosigkeit herrscht.
-
-
Im
Tun findest du Ablenkung und beinahe so etwas wie Befriedigung; die Stille
kannst du schon lange nicht mehr ertragen. In deiner Arbeit fühlst du dich
sicher vor deinen Gefühlen und geheimen Wünschen. Du bist gründlich,
stets korrekt und zuverlässig- selbst dein bester Mitarbeiter. Alles nimmst
du in die Hand, keiner kann es besser als du, auf dich ist Verlaß. Du bist
perfekt, du machst keine Fehler und lässt auch keine in deiner Gegenwart
zu.
-
-
Du
stehst deinen Mann, auf dich kann man sich immer verlassen. Träume spielen
in deinem Leben schon lange keine Rolle mehr, für dich zählt die Realität.
Du bist ein Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Gefühle kannst
du dir nicht leisten, wer Schwäche zeigt, gibt seine Menschlichkeit preis.
-
-
Du
hast einen großen Namen. Wenn sie dich für deine Leistung loben, spürst
du wie es sein könnte, geliebt zu werden. Doch wenn du mit dir alleine
bist, spürst du Leere und Einsamkeit.
-
-
Deine
Titel und Ehrenzeichen zollen dir Anerkennung, sind der Beweis für deine
Beliebtheit. Sie wählen dich zu ihrem Sprecher, loben dein Engagement und
geben dir das Gefühl von Freundschaft. Du selbst kannst nicht erkennen, wie
sie dich als Galionsfigur benutzen. Süchtig nach einem Stückchen Liebe
bietest du dich an.
-
-
Du
bist nicht immer so gewesen. Früher warst du einer von den Verlierern, bis
du es allen gezeigt hast. Die, die dich früher verlachten, haben heute ihr
Haupt vor dir zu neigen. Du wolltest gewinnen, hast gesiegt und dich dabei
verloren.
-
-
Für
Freunde hast du schon lange keine Zeit mehr. Echte Freunde kosten wertvolle
Zeit, die du nicht zu verschenken hast.
-
Du
hoffst auf den Tag, wo alles vorbei ist, wo du die Früchte deiner harten
Arbeit genießen kannst, doch deine Angst vor dem Loslassen vernebelt dir
die Erkenntnis, dass der Tag längst gekommen ist.
-
-
Du
bist schwach und krank geworden, spürst, dass die Zeit, in der du anhäufen
kannst, kürzer wird. Du erhöhst den Pulsschlag und merkst dabei nicht, dass
du damit immer neue Garnisonen in einen hoffnungslosen Kampf führst, den du
einmal selbst angezettelt hast.
-
-
Suche
dich, finde dich, es gibt dich ...noch...
|
-
-
-
|